Zum Inhalt springen
Versbuch

Rechtfertigung

Gustav Schwab · 17921850

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1828

An Dieselbe.O zürne nicht, daß ich muß offen tragenMein sehnend Herz, von Liebesglut verzehrt;Was Hoffnung leis’ als Blüthe hat genährt,Das haben schnell zur Frucht gereift die Klagen.

Verborgen hab’ ich’s lang, mit scheuem Zagen;Dem Liede selbst, es zu gestehn, verwehrt;Zu werden dein, durch stille Treue, werth,Und dich zu rühren durch ein fromm Entsagen.

Nun aber mein Bemühen ist verloren,Nun Gegenliebe mir dein Blick versagt,Und du dir ach! ein fremdes Herz erkoren:

Was bleibt von Furcht und Hoffnung noch dem Armen?O gönn’ ihm, daß er laut im Liede klagt,Von Liebe fern, laß ihn im Schmerz erwarmen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 41, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Rechtfertigung (Schwab)“, Fassung 1.526.363 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Gustav Schwab

Alle Gedichte von Gustav Schwab ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Romantik

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.