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Versbuch

Erhörung

Gustav Schwab · 17921850

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1828

Was ist das für ein DrängenIn meiner armen Brust?Ein Ahnen von Gesängen,Ein Trieb nach neuer Lust?

Der Geist hebt sein Gefieder,Das Herz schlägt so gesund,Es regen sich die LiederAuf dem verstummten Mund.

Sie lispeln alle leise,Ich selbst vernehm’ es kaum,Manch alte sel’ge Weise,Manch langvergess’nen Traum.

Doch Eines hör’ ich deutlichIn meinem wirren Sinn,Doch Eines klingt so bräutlichDurch alle Weisen hin:

„Sie horcht, sie winkt dir nieder,Die dich so schwer betrübt;Du liebest wirklich wieder,Und ja, du wirst geliebt!“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 81, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Erhörung“, Fassung 1.371.579 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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