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Versbuch

Sie saßen auf den Bänken

Georg Weerth · 18221856

25 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1886

1. „Sie saßen auf den Bänken.“

Sie saßen auf den Bänken,Sie saßen um ihren Tisch,Sie ließen Bier sich schenkenUnd zechten fromm und frisch.Sie kannten keine Sorgen,Sie kannten kein Weh’ und Ach,Sie kannten kein Gestern und Morgen,Sie lebten nur diesen Tag.

Sie saßen unter der Erle –Schön war des Sommers Zier.Wilde, zorn’ge KerleAus York und Lancashire.Sie sangen aus rauhen Kehlen,Sie saßen bis zur Nacht,Sie ließen sich erzählen„Von der schlesischen Weberschlacht.“

Und als sie Alles wußten, –Thränen vergossen sie fast.Auffuhren die robustenGesellen in toller Hast.Sie ballten die Fäuste und schwangenDie Hüte im Sturme da;Wälder und Wiesen klangen:„Glück auf, Silesia!“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Vorwärts, 1. Auflage, Verlag der Volksbuchhandlung in Hottingen, Zürich, 1886
Digitalisat
de.wikisource.org — „Sie saßen auf den Bänken“, Fassung 3.779.365 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Weerth starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 117208612 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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