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Versbuch

Jetzt hebt der Fasching an

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · 17981874

25 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1887

1. Jetzt hebt der Fasching an.

Jetzt hebt der Fasching an,Des Jahres tolle Lustbarkeit,Und wer kein Narr sein kann,Der ist auch nicht gescheit.Die Maske vor, lauf’ ich herumals Geck, als Geck,Ich fopp’ und necke Jedermann:das eben ist mein Zweck.

So Mancher läuft das JahrAll überall als Narr herumUnd denkt, daß er’s nie war –Das ist erschrecklich dumm.Drum sag’ ich ihm vor aller Weltganz keck, ganz keck:Willkommen, lieber Herr Colleg!willkommen, Bruder Geck!

Wenn ich mich täusche nicht,So ist die Welt der Narren voll,Nur daß man’s ins GesichtNie sagen darf und soll.Der Fasching macht die Narren nicht,o nein! o nein!Sie finden sich zu jeder Zeitauch ohne Fasching ein.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. S. 283, 9. Auflage, G. Grothe, Berlin, 1887
Digitalisat
de.wikisource.org — „Jetzt hebt der Fasching an“, Fassung 327.394 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben starb 1874; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1944 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118552589 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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