Zu Abend mein Herz
Georg Trakl · 1887–1914
8 Zeilen · zuerst gedruckt 1913
Am Abend hört man den Schrei der Fledermäuse.Zwei Rappen springen auf der Wiese.Der rote Ahorn rauscht.Dem Wanderer erscheint die kleine Schenke am Weg.Herrlich schmecken junger Wein und Nüsse.Herrlich: betrunken zu taumeln in dämmernden Wald.Durch schwarzes Geäst tönen schmerzliche Glocken.Auf das Gesicht tropft Tau.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte, S. 24, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1913
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Zu Abend mein Herz“, Fassung 2.555.734 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Georg Trakl starb 1914; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1984 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118623575 der Deutschen Nationalbibliothek.
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