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Versbuch

Sonnwendtag

Georg Heym · 18871912

12 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1911

Es war am Sommersonnwendtag,Dein braunes Haar im Nacken lagWie Gold und schwere Seiden.

Da nahmst Du mir die feine Hand.Und hinter Dir stob auf der SandDes Feldwegs an den Weiden.

Von allen Bäumen floß der Glanz.Dein Ritt war lauter ElfentanzHin über rote Heiden.

Und um mich duftete der Hag,Wie nur am Sommersonnwendtag,Ein Dank und Sichbescheiden.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Der ewige Tag. S. 42, 1. Auflage, Rowohlt, Leipzig, 1911
Digitalisat
de.wikisource.org — „Sonnwendtag“, Fassung 722.489 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Heym starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118550683 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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