Zum Inhalt springen
Versbuch

Adieu Mädchenlachen!

Paul Boldt · 18851921

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1914

Sie nehmen Abschied, werden nicht vergessenDie Wege, die sie jetzt gehn — Du und Ich,Zwei Lächeln nur, mit denen sichApokalyptische Gesichte messen.

O fälschte doch mein sicheres Gesicht!Die Furcht läuft in die Zukunft und sieht mutig,Da liegst du, abgeküßt und schenkelblutig:— Mein Hirn bellt auf — brautnackt im Ampellicht.

Die Schmerzen beißen in das Hirn hinein.Was martert, mordet nicht mein wilder Freisinn!O meine Mutter, weißhändige Greisin,Nimm mich zurück ins Nichtgeborensein!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Junge Pferde! Junge Pferde! S. 44, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1914
Digitalisat
de.wikisource.org — „Adieu Mädchenlachen!“, Fassung 1.095.789 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Boldt starb 1921; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1991 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118661175 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Paul Boldt

Alle Gedichte von Paul Boldt ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.