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Versbuch

Es ist ein Stern vom erhabenen Himmel gefallen

Georg Friedrich Daumer · 18001875

13 Zeilen in 7 Strophen · zuerst gedruckt 1846

CLX.

Es ist ein Stern vom erhabenen Himmel gefallen,Herab in’s irdische tolle Getümmel gefallen.

Da sah er umher die Kräuter und Blumen der Wiese;Ihm hat das lustige, bunte Gewimmel gefallen.

Er hörte die Glöckchen am Halse der Herde läuten;Ihm hat das klingende, kleine Gebimmel gefallen.

Er sah, wie ein Roß leicht über die Heide dahinflog;Ihm hat der herrliche, fliegende Schimmel gefallen.

Ihm haben die traulichen Hütten, die laubigen Bäume,Ihm selber im Wald ein ärmlicher Stümmel gefallen.

Nicht wieder empor zum erhabenen Himmel verlangt’ er;Er blieb, was er war, blieb gerne vom Himmel gefallen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte: nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern. S. 95, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1846
Digitalisat
de.wikisource.org — „Es ist ein Stern vom erhabenen Himmel gefallen“, Fassung 613.572 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Friedrich Daumer starb 1875; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1945 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118678957 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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