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Versbuch

Holder Ost, beschwingter Bote

Georg Friedrich Daumer · 18001875

21 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1846

XLIII.

Holder Ost, beschwingter Bote,Den die Liebe wandeln heißt,Grüße mit dem schönsten GrußeJene Schöne, die du weißt.

Melde, daß mir in die LüfteSchwinde der gequälte Geist,Wenn sie nicht zu spenden eileJene Spende, die du weißt.

Denn zu kennen und zu missen,Was mit Edens Wonne speis’t,Es gebiert die tiefe Trauer,Die gefähre, die du weißt.

Ja, was sind die Paradiese,Welche der Verzückte preis’t,Lacht sie, jene Flur der Liebe,Jene zarte, die du weißt!

Nicht der Aar zu sein verlangt mich,Der hinauf zur Sonne reis’t;Nachtigall Hafis vergöttertJene Rose, die du weißt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte: nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern. S. 81, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1846
Digitalisat
de.wikisource.org — „Holder Ost, beschwingter Bote“, Fassung 1.118.609 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Friedrich Daumer starb 1875; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1945 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118678957 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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