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Versbuch

Bey Münters Grabe

Friederike Brun · 17651835

24 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1795

Herr! Verleihe Trost den Deinen;Allen, Allen, die da weinen! –Sanft, wie er gewandelt hat,Endet sich sein Erdenpfad;Und, im Schlummer hingeschieden,Ruhet er in Gottes Frieden!

Mond und Erde wird vergehen;Unser Geist wird auferstehen.Weinet nicht an seiner Gruft,Die nur Staub zum Staube ruft.Gottes Kindern sind beschiedenSeeligkeit und ew’ger Frieden.

Hier vor Deinem Angesichte,Einst im ewigen Gerichte,Zeugen wir: In Wort und ThatGieng er, Vater! Deinen Pfad;Und die Kraft von seiner LehreLindert izt noch unsre Zähre.

Segne ferner unsre Lehrer;Segne jeden frommen Hörer,Daß die hier gestreute SaatKeime reich an heil’ger That;Und vollenden wir hienieden,Laß uns ruhn in deinem Frieden!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 20–21, Orell, Gessner, Füssli & Comp., Zürich, 1795
Digitalisat
de.wikisource.org — „Bey Münters Grabe“, Fassung 1.101.469 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Friederike Brun starb 1835; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1905 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118516051 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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