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Versbuch

An meinen Mann auf der Reise

Friederike Brun · 17651835

33 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1795

1788.

Laut heulet der SturmwindIm luftigen HauptDer zitternden Espe –Es brausen die WogenAns zackigte Ufer,Weit über das Ufer,Weit über die Steine,Mit zischendem Schaum!

Ich höre mit ZitternDen rauschenden Sturm;Ich höre mit BebenDie heulenden Wogen!Fern ist der Geliebte,Im schaurigen Walde,Am stürzenden Felsstrom,Im hallenden Thal!

Es hellet kein SternleinDir, Lieber! den Pfad;Dir lächelt, dir winketKein Mondstral, o Trauter!In dunkleren TiefenWeh’n hüpfende Flämmchen –O! folge, Geliebter,Den Täuschenden nicht!

O kehre bald wiederZum heimischen Heerde!Nicht täuschende Flämmchen –Die Flamme der LiebeIm Busen des Weibes,Das Lächeln der FreudeIm Auge des Knaben,Die harren Dein hier.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 77–79, Orell, Gessner, Füssli & Comp., Zürich, 1795
Digitalisat
de.wikisource.org — „An meinen Mann auf der Reise“, Fassung 1.101.503 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Friederike Brun starb 1835; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1905 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118516051 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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