Zum Inhalt springen
Versbuch

Die Schlacht der Bäume

Conrad Ferdinand Meyer · 18251898

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1882

Hier am Sarazenenthurme,Der die Straße hielt geschlossen,Ist in manchem wilden SturmeDeutsch und welsches Blut geflossen.

Nun sich in des Thales RäumenLänger nicht die Völker morden,Ringen noch mit ihren BäumenHier der Süden und der Norden.

Arvbaum ist der deutschen BandeBannerherr, der düster kühne,Ueppig Volk der Sonnenlande,Rebe führt’s, die sonnig grüne.

Ohne Schild- und Schwertgeklirre,Ohne der Drommete SchmetternKämpfen in der FelsenirreHier die Nadeln mit den Blättern.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 114, 1. Auflage, Verlag von H. Haessel, Leipzig, 1882
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Schlacht der Bäume“, Fassung 3.567.916 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Conrad Ferdinand Meyer starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118581775 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Conrad Ferdinand Meyer

Alle Gedichte von Conrad Ferdinand Meyer ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Realismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.