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Versbuch

Glaube

Wilhelm Busch · 18321908

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt [1960]

Stark in Glauben und Vertrauen,Von der Burg mit festen TürmenKannst du dreist herniederschauen,Keiner wird sie je erstürmen.

Laß sie graben, laß sie schanzen,Stolze Ritter, grobe Bauern,Ihre Flegel, ihre LanzenPrallen ab von deinen Mauern.

Aber hüte dich vor ZügenIn die Herrschaft des Verstandes,Denn sogleich sollst du dich fügenDen Gesetzen seines Landes.

Bald umringen dich die Haufen,Und sie ziehen dich vom Rosse,Und du mußt zu Fuße laufenSchleunig heim nach deinem Schlosse.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Zu guter Letzt. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 4, S. 276-277, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
Digitalisat
de.wikisource.org — „Glaube“, Fassung 3.779.622 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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