Hinten herum
Wilhelm Busch · 1832–1908
18 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt [1960]
Ein Mensch, der etwas auf sich hält,Bewegt sich gern in feiner Welt,Denn erst in weltgewandten KreisenLernt man die rechten Redeweisen,Verbindlich, aber zugespitzt,Und treffend, wo die Schwäre sitzt.
Es ist so wie mit Rektor Knaut,Der immer lächelt, wenn er haut.Auch ist bei Knaben weit berüchtigtDas Instrument, womit er züchtigt.Zu diesem Zweck bedient er nämlich,Als für den Sünder gut bekömmlich,Sich einer schlanken Haselgerte,Zwar biegsam, doch nicht ohne Härte,Die sich, von rascher Hand bewegt,Geschmeidig um die Hüfte legt.
Nur wer es fühlte, der begreift es:Vorn schlägt er zu und hinten kneift es.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Zu guter Letzt. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 4, S. 317, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Hinten herum“, Fassung 3.779.647 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.
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