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Versbuch

Im Herbst

Wilhelm Busch · 18321908

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt [1960]

Der schöne Sommer ging von hinnen,Der Herbst, der reiche, zog ins Land.Nun weben all die guten SpinnenSo manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages FeierMit kunstgeübtem HinterbeinGanz allerliebste ElfenschleierAls Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden gebenDem Winde sie zum leichten Spiel,Sie ziehen sanft dahin und schwebenAns unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,Wo Liebe scheu im Anbeginn,Und leis verknüpft ein zartes BändchenDen Schäfer mit der Schäferin.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Zu guter Letzt. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 4, S. 302, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
Digitalisat
de.wikisource.org — „Im Herbst (Busch)“, Fassung 3.779.236 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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