Zum 8. Februar 1858
Theodor Fontane · 1819–1898
25 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1905
(Einzug der Prinzessin Victoria.)
Du schiedst aus schönem Lande,(O schau nicht bang zurück)Du löstest alte BandeZu neuer Liebe Glück;Von Trepp- und Fensterstufen,Von Dächern allerwärts,Begrüßt Dich Jubelrufen,Begrüßt Dich unser Herz.
Nicht lieh uns ihren SegenVerschwendrisch die Natur,Schlicht, einfach allerwegen,Gab sie das Nöth’ge nur.Doch ob uns wenig bliebe,In einem sind wir reich:An Ehre, Treu und LiebeSind wir den Besten gleich.
Oft wohl durch unsre Thore,Nach nie-gesuchtem Krieg,Zog ein im Waffen-ChoreDer allerschönste Sieg;Doch was uns je beschieden,Heut ist es schöner da;In Segen und in FriedenKamst Du, Victoria!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte, Seite 335, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Zum 8. Februar 1858 (Fontane)“, Fassung 3.467.099 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.