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Versbuch

Zur Verlobung

Theodor Fontane · 18191898

16 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Es passt uns nicht die alte LeierIn unsren jungen Liebesrausch,Wir denken und wir fühlen freier,Und wollen’s auch beim Ringetausch;Der Treue Pfand, zu dieser StundeEmpfang’ es in Champagner-Wein:Der güldne Ring auf Bechers GrundeSoll Sinnbild meines Lebens sein.

Laß übersprudeln mich, und freueDer Kraft Dich, die da schäumt und gährt;Tiefinnen, wie dies Bild der Treue,Lebt meine Liebe unversehrt.Trink aus! begeistern und erhebenLaß Dich zu heil’ger Leidenschaft,Und trinke dann aus meinem LebenDir gleiche Lust und gleiche Kraft.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 238–239, 1. Auflage, Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst., Berlin, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Zur Verlobung“, Fassung 3.028.012 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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