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Versbuch

Wurzel’s

Theodor Fontane · 18191898

26 Zeilen in 9 Strophen · zuerst gedruckt 1905

(Berliner Ehedialoge.)

„Wurzel, wir wollen nun an die See,Heute (als Letztes noch) koch ich Gelée,Friederike bleibt und sorgt für Torf,Ich denke wir gehen nach Heringsdorf.“

„‚Ahlbeck.‘“

„Wurzel, mit Hermann wird es nun Zeit,Alles hier draußen ist freilich so weit,’s Gymnasium auch (und täglich zwei mal),Aber mit Pferdebahn ist es egal,Ich denke mir also „Joachimsthal.“

„‚Steglitz.‘“

„Wurzel, der Winter ist nun bald da,Mir graut schon vor dem Gesellschaftstrara,Aber was hilft es (sie reden schon),Also Scherzer’s, Kopisch, LiliencronUnd vielleicht die Familie Levysohn …“

„‚Meyers.‘“

„Wurzel, Du bleibst doch, wie Du bist,Ein Igel an Dir verloren ist,In der Tanzstund’, als Bräutigam und nun ehlichImmer gleich aufbäumsch und unausstehlich;Mag man sich noch so den Kopf zerbrechen,Du widersprichst, um zu widersprechen,’ne Scheidung giebt es schließlich doch!“

„‚Ich denke mir, Du besinnst Dich noch.‘“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 79–80, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wurzel’s“, Fassung 1.579.400 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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