Zum Inhalt springen
Versbuch

Summa summarum

Wilhelm Busch · 18321908

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1874

Sag, wie wär es, alter Schragen,Wenn du mal die Brille putztest,Um ein wenig nachzuschlagen,Wie du deine Zeit benutztest.

Oft wohl hätten dich so gerneWeiche Arme warm gebettet;Doch du standest kühl von ferne,Unbewegt, wie angekettet.

Oft wohl kam’s, daß du die schöneZeit vergrimmtest und vergrolltest,Nur weil diese oder JeneNicht gewollt, so wie du wolltest.

Demnach hast du dich vergebensMeistentheils herum getrieben;Denn die Summe unsres LebensSind die Stunden, wo wir lieben.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dideldum! Seite 61, 6. Auflage, Fr. Bassermann, Heidelberg, 1874
Digitalisat
de.wikisource.org — „Summa summarum“, Fassung 4.603.410 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Wilhelm Busch

Alle Gedichte von Wilhelm Busch ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Realismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.