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Versbuch

Nah und fern

Theodor Fontane · 18191898

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Wenn die Wolken vielgestaltigSich am Horizonte dehnen,Ueberkommt uns allgewaltigIhnen nach ein tiefes Sehnen.

Aber wenn die stolzen ZügeSich zur Erde niederlassen,War ihr Zauber – eitle Lüge,Sind es graue Nebelmassen.

Wenig läßt die Nähe gelten,Tausend Reize hat die Ferne:Selbst die lichtesärmsten Welten,Wandelt sie – in helle Sterne.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 26–27, 1. Auflage, Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst., Berlin, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Nah und fern“, Fassung 3.027.974 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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