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Versbuch

Lied des James Monmouth

Theodor Fontane · 18191898

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Es zieht sich eine blutige SpurDurch unser Haus von Alters,Meine Mutter war seine Buhle nurDie schöne Lucy Walters.

Am Abend war’s, leis wogte das Korn,Sie küßten sich unter der Linde,Eine Lerche klang und ein Jägerhorn, –Ich bin ein Kind der Sünde.

Meine Mutter hat mir oft erzähltVon jenes Abends Sonne,Ihre Lippen sprachen: Ich habe gefehlt!Ihre Augen lachten vor Wonne.

Ein Kind der Sünde, ein Stuartkind,Es blitzt wie Beil von weiten,Den Weg, den alle geschritten sind,Ich werd’ ihn auch beschreiten.

Das Leben geliebt und die Krone geküßtUnd den Frauen das Herz gegeben,Und den letzten Kuß auf das schwarze Gerüst, –Das ist ein Stuart-Leben.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S.183, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Lied des James Monmouth“, Fassung 1.524.704 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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