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Versbuch

Kaiser Wilhelms Rückkehr

Theodor Fontane · 18191898

25 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1905

(17. März 1871.)

Dreifarbig, kranz-umwunden,Unsre Fahnen flattern und wehn,Das waren FestesstundenWie keine wir noch gesehn;VielhunderttausendtönigIn Lüften die Grüße ziehn:Willkommen Kaiser-König,Willkommen in Berlin.

Nun steiget höher, ihr Schwalben,Und kündet was es sei:Blauer Himmel allenthalbenUnd das Wetter ist vorbei.Es ward uns viel beschieden,Es ward uns großes Glück:König Wilhelm bringt uns den FriedenUnd bringt uns sich selber zurück.

Er bringt uns sich selber wiederUnd Neues zu Allem was war,Nun entsprießt ein stolzer GefiederDem alten preußischen Aar.Das Alte hoch und das NeueVom Niemen bis an den Rhein, –Und wir flechten die alte TreueIn die neue Krone hinein.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 343, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Kaiser Wilhelms Rückkehr“, Fassung 1.717.992 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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