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Versbuch

Bewaffneter Friede

Wilhelm Busch · 18321908

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt [1960]

Ganz unverhofft, an einem Hügel,Sind sich begegnet Fuchs und Igel.

Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!Kennst du des Königs Ordre nicht?Ist nicht der Friede längst verkündigt,Und weißt du nicht, daß jeder sündigt,Der immer noch gerüstet geht?Im Namen Seiner MajestätGeh her und übergib dein Fell.

Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.Laß dir erst deine Zähne brechen,Dann wollen wir uns weiter sprechen!

Und alsogleich macht er sich rund,Schließt seinen dichten StachelbundUnd trotzt getrost der ganzen Welt,Bewaffnet, doch als Friedensheld.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Zu guter Letzt. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 4, S. 270, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
Digitalisat
de.wikisource.org — „Bewaffneter Friede“, Fassung 3.779.335 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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