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Versbuch

Frühling

Theodor Fontane · 18191898

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Nun ist er endlich kommen dochIn grünem Knospenschuh;„Er kam, er kam ja immer noch“Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,Nun treiben sie Schuß auf Schuß;Im Garten der alte ApfelbaumEr sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte HerzUnd athmet noch nicht frei,Es bangt und sorgt: „es ist erst MärzUnd März ist noch nicht Mai.“

O schüttle ab den schweren TraumUnd die lange Winterruh,Es wagt es der alte Apfelbaum,Herze, wag’s auch Du.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 14, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Frühling (Fontane)“, Fassung 2.333.357 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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