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Versbuch

Machtsprüche

Richard Dehmel · 18631920

17 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1893

I.Laßt uns nur ins Blaue schweifen;scheltet nur, wie weit wir’s treiben.Aber ein Band sollte bleiben:Jeden, wie er strebt, begreifen.

II.Jeder nach seiner Art:die Einen lichten,die Andern sichten,bis einmal Einerden ganzen Kien zu Berge karrt, –zwecklos war Keiner.

III.Nicht zum Guten, nicht vom Bösenwollen wir die Welt erlösen,nur zum Willen, der da schafft;Dichterkraft ist Gotteskraft.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Aber die Liebe, 1. Auflage, Dr. E. Albert & Co. Separat-Conto, München, 1893
Digitalisat
de.wikisource.org — „Machtsprüche“, Fassung 446.156 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Richard Dehmel starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118679236 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.