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Versbuch

Gewissen

Richard Dehmel · 18631920

22 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1893

Schwere Ringe ... und die Meinungleere Schlinge ... werbe, werbe!Dumpfe Kammer ... und das Erbe– bringe Jammer – wird Erscheinung.

Wenn dich aus dem ersten Schlafum Mitternachtdein rasend klopfendes Herzaus deinen Träumen jagt,furchtsam horcht dein Atem,und sich durch dein ödes Zimmerweiße Schatten vor dir flüchten;kennst du dieses Grauen?Wenn sich aus der hohlen Nachtfern mit klagenden Augenein geliebtes Gesichtaus den blassen Kreisen ringtund sprechen will;kennst du dieses Grauen?Mit langen Händenwill es nach dir greifenund dich erwürgenfür eine Schuld ...

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Aber die Liebe, 1. Auflage, Dr. E. Albert & Co. Separat-Conto, München, 1893
Digitalisat
de.wikisource.org — „Gewissen (Dehmel)“, Fassung 1.479.454 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Richard Dehmel starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118679236 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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