Helle Nacht
Richard Dehmel · 1863–1920
19 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1893
Nach Paul Verlaine.
Weich küßt die Zweigeder weiße Mond;ein Flüstern wohntim Laub, als neige,als schweige sich der Hain zur Ruh –Geliebte du.
Der Weiher ruht, unddie Weide schimmert;ihr Schatten flimmertin seiner Flut, undder Wind weint in den Bäumen –wir träumen ... träumen.
Die Weiten leuchtenBeruhigung;die Niederunghebt bleich den feuchtenSchleier hin zum Himmelssaum –oh hin – o Traum ...
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Aber die Liebe, 1. Auflage, Dr. E. Albert & Co. Separat-Conto, München, 1893
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Helle Nacht“, Fassung 1.479.490 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Richard Dehmel starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118679236 der Deutschen Nationalbibliothek.
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