Zum Inhalt springen
Versbuch

Der Novembertag

Rainer Maria Rilke · 18751926

8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1955

Kalter Herbst vermag den Tag zu knebeln,seine tausend Jubelstimmen schweigen;hoch vom Domturm wimmern gar so eigenSterbeglocken in Novembernebeln.

Auf den nassen Dächern liegt verschlafenweißes Dunstlicht; und mit kalten Händengreift der Sturm in des Kamines Wändeneines Totenkarmens Schlußoktaven.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Larenopfer. In: Sämtliche Werke, Band I, S. 17-18., Insel-Verlag, Frankfurt am Main, 1955
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Novembertag“, Fassung 3.779.739 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Rainer Maria Rilke

Alle Gedichte von Rainer Maria Rilke ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.