Nebel
Alfred Henschke · 1890–1928
9 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1913
Der Nebel hängt um Mensch und DingeDie Schleier der Verdrossenheit.Ein jeder läuft im eignen Ringe,Weiß keinen Freund sich zum Geleit,
Führt sich behutsam wie ein Kind,Das furchtsam in das Dunkel weint,Und dem der Wind,Der in den Telegraphenstangen greint,Der Seufzer eines bösen Gottes scheint.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 56, Erich Reiß, Berlin, 1913
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Nebel“, Fassung 3.780.698 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.
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