Robert Blum
Louise Otto-Peters · 1819–1895
15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1893
November 1848.
„Ists wahr? ists möglich? klangs von Mund zu Munde!Wie konnte solche schlimme That geschehen?“So fragend Tausende betroffen stehenAls man von Wien vernahm die Schreckenskunde.
„Ach es ist wahr!“ tönt’s jammernd in der Runde,Zum Opfer wurde Robert Blum ersehen,Als Märtyrer zum blutgen Tod zu gehenDem Volke treu bis zu der letzten Stunde.
Dem deutschen Volke, das ihm fest vertrauteDas ihn gewählt zu seinen AbgesandtenWeil so wie er es keiner je verstanden.
Und jedes Herz sein Hoffen auf ihm baute!Und Allen, die wie ich ihn ganz erkanntenVerstummt der Schmerz im dumpfen Jammerlaute.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Mein Lebensgang. Gedichte aus fünf Jahrzehnten. S. 140, 1. Auflage, Moritz Schäfer, Leipzig, 1893
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Robert Blum (Gedicht Louise Otto)“, Fassung 638.533 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Louise Otto-Peters starb 1895; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1965 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118590901 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.