Rezept
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
12 Zeilen · zuerst gedruckt 1924
Man mische 7 Pfund PalminMit gleichviel Milch und Terpentin.Dann füge man ein HühnereiUnd etwas Öl nebst Essig bei.Dies nun zu festem Brei gerührt,Wird dann in einen Strumpf geschnürt.Das ganze läßt man 13 WochenIn lauem Seifenwasser kochen.Dann wird es mit Gelee garniertUnd im verdeckten Topf serviert.(Doch halte man zu rechter ZeitEin offenes Töpfchen sich bereit.)
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Kuttel-Daddeldu, S. 43, Kurt Wolff Verlag, München, 1924
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Rezept“, Fassung 3.778.819 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.