Nacht ohne Dach
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1933
Nacht ohne Dach. – Nacht mit Lichtern. –Café-Garten am Rande der Stadt, –Wo jeder Gegenstand die Seele von DichternOder versöhnende Hilflosigkeit hat.
Und Menschen kommen und gehen.Und es lügt ein Getu und Getön.Aber Tischtücherzipfel wehen,Und das ist schön!
Und dann ist auch schön: Ein PaarVerliebter Jugend. –Nacht ohne Dach...
Erinnerung, rufe nicht wach,Wie schlimm eine Nacht ohne DachEinst für mich war.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- 103 Gedichte, S. 40–41, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Nacht ohne Dach“, Fassung 3.778.699 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.