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Versbuch

Psst!

Joachim Ringelnatz · 18831934

14 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1934

Träume deine Träume in Ruh.

Wenn du niemandem mehr traust,Schließe die Türen zu,Auch deine Fenster,Damit du nichts mehr schaust.

Sei still in deiner Stille,Wie wenn dich niemand sieht.Auch was dann geschieht,Ist nicht dein Wille.

Und im dunkelsten SchattenLies das Buch ohne Wort.

Was wir haben, was wir hatten,Was wir – –Eines Morgens ist alles fort.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 93, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
Digitalisat
de.wikisource.org — „Psst!“, Fassung 3.779.278 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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