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Versbuch

Jenem Stück Bindfaden

Joachim Ringelnatz · 18831934

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1934

Bindfaden, an den ich denke,Kurz warst du, und lang ist’s her.

Ohne dich wäre das so schwerUnd so hoffnungslos gewesen.

Auf der Straße von mir aufgelesen,Halfst du mir,Mir und meiner Frau. – Wir danken dir,Ich und meine Frau.

Bindfaden, du dünne KleinigkeitWurdest mir zum Tau. –Damals war Hungerszeit;Und ich hätte ohne dich in jener NachtDen Kartoffelsack nicht heimgebracht.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 30, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
Digitalisat
de.wikisource.org — „Jenem Stück Bindfaden“, Fassung 3.779.315 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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