Jubiläumsgongschlag
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
18 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1928
(Zum 1. Juli 1927)
Es tamt das Gong.Herein, ihr Gäste,In meinen SalonZu meinem Feste!Es gibt heut das Beste,Was ich zu erschwingen vermag,Gibt Weine und Sekt –Tamtam – Schlag auf Schlag –Sogar etwas, was wie Kaviar schmeckt.Es gibt heute faustgroßeEier in SenfsauceUnd süße à la bonbon.Es gibt sogar Schweinebraten.Heut geb ich gern, heut geb ich viel.Zum fünzigjährigen Jubil-Äum des ReichspatenTamts – Gong –
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Allerdings, S. 73, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1928
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Jubiläumsgongschlag“, Fassung 3.026.794 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.