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Versbuch

Ich bringe der Frau eine Freundin

Joachim Ringelnatz · 18831934

13 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Darf ich dir meine liebe Freundin bringen,Dir, meiner allerliebsten Frau?

Der Himmel ist in dem Moment ganz blau.Tausend durchsichtige Nachtigallen singen.

Oh, laß kein Wölkchen auf und bring kein Schweigen.Laß meine Freundin sich nicht tief verneigen.Gib deine Hand!

Ich weiß, daß du sie gibstUnd auch kein Wölkchen und kein Schweigen bringst.Weil du die Lieben deines Liebsten liebst.Es war auch nur ein Scherz, dich so zu bitten.

Wo je ich ging, wenn irgendwo du gingst,Bin ich doch immer neben dir geschritten.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 40, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ich bringe der Frau eine Freundin“, Fassung 3.026.861 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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