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Versbuch

Hinterm Hotel

Joachim Ringelnatz · 18831934

14 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1928 (EA 1927)

Hinter dem schwarzen Hotelbau lagEin Gärtchen, düster bei Nacht wie bei Tag.Blumenlos waren die Beete,Weil keine Sonne sie je beschien,Und grün, aber auch schmutzig grün,Waren nur die Stakete.

Ein Hausdiener mit KnochenfraßUnd ein Küchenmädchen aus dem ElsaßHaben dort die Natur besiegtUnd ein Kind gekriegt.

Hinter der Laube, in blattlosen ZweigenLebt dort ein gutes Gespenst.Ich will es dir zeigen,Ohne daß du’s erkennst.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Reisebriefe eines Artisten, S. 18, 5.–9. Tausend, Ernst Rowohlt, Berlin, 1928 (EA 1927)
Digitalisat
de.wikisource.org — „Hinterm Hotel“, Fassung 1.065.667 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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