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Versbuch

Gedenken an meinen Vater

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Warum ich tief Atem hole?

So hat mein Vater gern Bowle gebraut.Nun trinken wir zwei eine Bowle.Und du hast ihn nimmer gehört noch geschaut.

Doch wie wir beide hier zechenUnd sprechen miteinander — so ungefähr —Meine ich — würde Vater sprechen,Wenn er dein Liebster gewesen wär.

Je mehr ich altre und lerne,Kommt er mir immer mehr nah.Prost, Musch, einen Schluck auf den toten Papa!Jetzt lächelt er jenseits der Sterne.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 24, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Gedenken an meinen Vater“, Fassung 3.026.847 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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