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Versbuch

Frau Werner hieß das Tier

Joachim Ringelnatz · 18831934

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1932

FRAU WERNER HIESS DAS TIER(22. Juni 1931)

Mein Hund, den ich einmal an Oertners gab,Weil sie ihn überlieb gewonnen hatten,Den mußten sie heute bestatten.Betteten ihn in ein Hundegrab.

Eine Terrierhündin, die vierzehn JahrAlt wurde und Kriegskameradin mir war,Ist sanft und rührend entschlafen.Nun weinen die Oertners, die braven.

Mich tröstet traurig: So ging's, so geht's.Hat Bug wie Heck seine Wellen. —In meinem besten Erinnern wird stetsEtwas wedeln und etwas bellen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 120, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Frau Werner hieß das Tier“, Fassung 3.026.947 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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