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Versbuch

Freiübungen

Joachim Ringelnatz · 18831934

15 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1920

(Grundstellung)

Wenn eine Frau in uns Begierden wecktUnd diese Frau hat schon ihr Herz vergeben,Dann (Arme vorwärts streckt!)Dann ist es ratsam, daß man sich versteckt.Denn später (langsam auf den Fersen heben!)Denn später wird uns ein Gefühl umschweben,Das von Familiensinn und guten Eltern zeugt.(Arme – beugt!)Denn was die Frau an einem Manne reizt,(Hüften fest – Beine spreizt! – Grundstellung)Ist Ehrbarkeit. Nur die hat wahren Wert,Auch auf die Dauer (Ganze Abteilung, kehrt!).Das ist von beiden Teilen der begehrtste,Von dem man sagt: (Rumpfbeuge) Das ist der allerwertste.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Turngedichte, Kurt Wolff Verlag, München, 1920
Digitalisat
de.wikisource.org — „Freiübungen“, Fassung 3.779.479 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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