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Versbuch

Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben

Joachim Ringelnatz · 18831934

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1933

Das Sonderbare und WunderbareIst nicht imstande, ein Kind zu verwirren.Weil Kinder wie Fliegen durch ihre JahreSchwirren. – Nicht wissend, wo sie sind.

Nur vor den angeblich wahrenDeutlichkeiten erschrickt ein Kind.

Das Kind muß lernen, muß bitter erfahren.Weiß nicht, wozu das frommt.Hört nur: das muß so sein.

Und ein Schmerz nach dem andern kommtIn das schwebende Brüstchen hinein.Bis das Brüstchen sich senktUnd das Kind denkt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
103 Gedichte, S. 50–51, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1933
Digitalisat
de.wikisource.org — „Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben“, Fassung 3.778.792 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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