Dreiste Blicke
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1929
Über die KnieUnter ein Röckchen zu schaun – –Wenn sie doch das und dieHaben, die schönen Fraun!
Über einen öffnenden SaumIn Täler zwischen BrüstchenDarf Blick wie stiller TraumStürzen sein Lüstchen.
Sollen doch Frauen auchSo blicken, – nicht schielen –Wenn Arm, Popo und BauchIn Fältchen spielen.
Nimm, was der Blick dir gibt,Sei es, was es sei.Bevor sich das selber liebt,Ist’s schon vorbei.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Dreiste Blicke“, Fassung 3.780.314 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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