Asta Nielsen weiht einen Pokal
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1929
(München, März 1929)
Du irrst, Asta, wenn Du denkst:Dieser Pokal sollte Dein sein.Du sollst ihn nur einweihn,Daß Du ihn mir schenkst.
Der ich gestern wieder einmalVor Deiner Kunst glühte,Trinke nun künftig aus diesem PokalDeinen Kuß und Deine Güte.
Denn das Herz ist durstiger als Kehle.Glas zerbricht einmal. Menschenfleisch stirbt.Deine große Barfußmädchenseele,Asta, ewig lebt sie, webt und wirbt.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Asta Nielsen weiht einen Pokal“, Fassung 3.780.223 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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