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Versbuch

An meinen Zigarettenrauch

Joachim Ringelnatz · 18831934

18 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1933

Gleite ins Weite und in die Höh!Adieu, du zartes BleuMeines Zigarettenrauches,Der du so sanft entfliehst.

Wenn Du ein zierliches Nasenloch siehst,Küß dem die Haare als Gruß meines Hauches.

Ob dich ein HöhendruckZur Erde zurückschlägt,Eine Strömung, eines Windes RuckDich zu Himmelsglück trägt, –Finde das, was du erwartetest.

In dem hold gewürzten Augenblick,Da du aus mir startetest,Spielte ZiehharmonikamusikEin Lieblingslied von mir: La palomaUnd auf Schwingen dieser VolksweiseSteigst du auf. Glückliche Reise!Aus Nikotin ins ewige Aroma.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
103 Gedichte, S. 54–55, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
Digitalisat
de.wikisource.org — „An meinen Zigarettenrauch“, Fassung 3.778.527 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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