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Versbuch

Abnorme

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1910

Mitten im Strudel der andernBleiben sie still und bedacht.Ihre Gedanken wandernIn häßliche, wilde, glühende Nacht.

Sie stehen vor eisernen GitternUm ein verbotenes Land.Die kalten Stangen zitternUnter ihrer bebenden Hand.

Sie schließen die Augen und meidenDas Gitter, verkannt und verlacht,Und träumen, indem sie leiden,Von häßlicher, wilder, glühender Nacht.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 36, 1. Auflage, Hans Sachs-Verlag Schmidt-Bertsch & Haist, München, Leipzig, 1910
Digitalisat
de.wikisource.org — „Abnorme“, Fassung 2.543.044 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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