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Versbuch

Abschied von Renée

Joachim Ringelnatz · 18831934

22 Zeilen · zuerst gedruckt 1933

Wann sieht ein Walfisch wohl jeEin Reh? –Ach du! Renée!Und führen wir zusammen auf See,Wir landeten bei den Wilden. –Sag: Ist es nicht noch schöner, in SchneeAls in Erde zu bilden?Und sei auch kein Fuß an dem Sinn;Es schweben auf tanzender MelodieZwei Federn einer IndianerinFort, fort in die weite Prärie.Ade Renée!Wie dunkelschön war unser Dach,Als leise wir viereZusammenrückten vor Blitz und Krach. –Ich streichle euch guten Tiere,Nun ich geh.Mir ist so dienstmädchen-donnerstagweh,Weil ich nun weiterfahre.Und ich war hundert JahreMit dir zusammen,Renée.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
103 Gedichte, S. 58, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
Digitalisat
de.wikisource.org — „Abschied von Renée“, Fassung 3.778.486 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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