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Versbuch

Im Nerotal bei Wiesbaden

Heinrich Kämpchen · 18471912

15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1909

Die Rieseneiche wölbt ihr Schattendach,Die Quellen murmeln und die Weiher träumen,Bis Kindersingen ruft das Echo wach.

O Nerotal – wie herrlich dein AromVon blüh’nden Linden und vom Harz oer Tannen,Und über uns der blaue Himmelsdom!

Wie weich die Luft, der Weg wie farbenbunt,Und Sonnengold, wo wir das Tal durchwandeln,Ja, hier ist’s Gutsein – hier wird man gesund.

Die Bienen summen’s und der linde WestVom Taunus säuselt es zu unsern Ohren –Die graue Drossel flötet’s im Geäst. –

Und neue Schönheit, wo wir immer schau’n,Und neue Prächten, wo den Weg wir wandeln –Ja, hier ist’s Gutsein – laßt uns Hütten bau’n.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 86, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Im Nerotal bei Wiesbaden (Kämpchen)“, Fassung 3.523.500 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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