Kleptomanie
Heinrich Kämpchen · 1847–1912
14 Zeilen · zuerst gedruckt 1909
Klaubst du Kohlen aus dem Schutt der Halde,Raffst du Brennholz dir in fremdem Walde,Und du, Böser, wirst dabei betroffen,Steh’n dir die Gefängnistüren offen –Hast du doch, ein sträflich Unterfangen,Dich an fremdem Eigentum vergangen. –Aber trage eine Fürstenkrone,Bist du sonst auch nicht ganz zweifelsohne,Und verschwinden, wo du weilst, vom FleckeSilberplatten oft auch und Bestecke –Dann bist du ein armer Kleptomane.Der das Silber nimmt in krankem Wahne,Der nur folgt dem „angebor’nen Hange,Wo der and’re „stiehlt“ in „frevlem Drange“. –
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Was die Ruhr mir sang, S. 145, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Kleptomanie (Kämpchen)“, Fassung 1.097.783 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.
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