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Versbuch

Kein Platz für Heinrich Heine

Heinrich Kämpchen · 18471912

18 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1909

Du kanntest schlecht noch deine Pappenheimer,Verehrter Julius Campe, als du batestUm einen Platz für unsern großen Reimer.

In Hamburg ist kein Platz für Heinrich Heine,Kein Denkmalplatz für seine Marmorbüste,In Hamburg herrscht der Geldsack, der gemeine. –

Das „platte Geld“, wie es der große SpötterMit beißendem Sarkasmus hat gegeißelt,Das „platte Geld“ will and’re Erdengötter. –

Ein Zäsar, hoch zu Roß, und dann umgebenVon Attributen seiner Herrscherwürde –Ein General, ein blutiger, daneben. –

Das ist es, was der „freien“ HanseatenSenat in Ehren immerdar wird halten,Bei Mummenschanz und goldenen Dukaten. –

Und recht so – seh’n wir wieder doch die kleine,Erbärmliche Natur der Geldsacksprotzen –Wo wäre da ein Platz für Heinrich Heine? –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 134, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Kein Platz für Heinrich Heine (Kämpchen)“, Fassung 1.103.412 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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