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Versbuch

Auf Flügeln des Gesanges

Heinrich Heine · 17971856

19 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1827

Herzliebchen trag’ ich dich fort,Fort nach den Fluren des Ganges,Dort weiß ich den schönsten Ort.

Dort liegt ein rothblühender GartenIm stillen Mondenschein;Die Lotosblumen erwartenIhr trautes Schwesterlein.

Die Veilchen kichern und kosen,Und schau’n nach den Sternen empor;Heimlich erzählen die RosenSich duftende Mährchen in’s Ohr.

Es hüpfen herbei und lauschenDie frommen, klugen Gazell’n;Und in der Ferne rauschenDes heiligen Stromes Well’n.

Dort wollen wir niedersinkenUnter dem Palmenbaum,Und Liebe und Ruhe trinken,Und träumen seligen Traum.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, S. 117–118, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Auf Flügeln des Gesanges“, Fassung 4.064.468 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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